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Ausbildung

Warum werden Hunde zu Wachhunden ausgebildet?

Die Antwort auf diese Frage liegt auf der Hand und ist doch etwas umfangreicher, als man es zunächst annimmt.
Das Team Hund/Führer sind in der Praxis mit gutem Gewissen mit einem Mensch/Mensch-Team zu vergleichen. Allerdings hat das Hund/Mensch-Team einen entscheidenen Vorteil. Dieses Team wird in einer Art und Weise Hand in Hand arbeiten, wie es bei Mensch/Mensch-Teams nur sehr selten vorkommt. Der Hund ist immer wachsam und wird sein Herrchen stets und immer mit vollem Körpereinsatz beschützen. Ausserdem verfügt der Hund über Sinneswahrnehmungen, wie es kein Mensch jeh erlernen kann. Er hört nicht nur besser, er kann ebenso seinen Gegenüber innerhalb von Sekunden einschätzen und kennt seine Stimmung und Gefühle. Ein gut ausgebildeter Hund wird immer wissen, wie er sich richtig zu verhalten hat.
Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Hund nicht zwischen Übung und Wirklichkeit unterscheiden kann. Das ist sehr nützlich im Einsatz, da er weder nervös noch unsicher wird, wenn der Ernstfall eintritt. Er wird deshalb immer sein Erlerntes einsetzten können und dem HF damit sowohl körperliche als auch psychische Sicherheit bieten.


Was hat der Hund davon?

Der Hund ist ein Rudeltier, welches in der Wildnis stehts zu jeder Tages und Nachtzeit beschützt. Im Laufe der Jahre hat der Mensch die Hunde domestiziert und in verschiedene Rassen mit unterschiedlichen Eigenschaften gezüchtet. Jeh nach Rasse und Hund brauch dieser eine Beschäftigung um ausgeglichen und zufrieden zu sein. In der heutigen Zeit wird das leider oft vergessen und der Hund fungiert eher als Partner oder Kinderersatz. Man vergisst dabei jedoch, dass die tierischen Instinkte, die wir Menschen ihnen angezüchtet haben, zwar im Hund schlummern, jedoch niemals ausgelebt werden können. Das Resultat daraus liegt auf der Hand, wir haben immer mehr sogenannte "Problemhunde" die nicht in unser Gesellschaftsbild passen. Dabei vergisst man, dass nicht der Hund das Problem ist, sondern das Umfeld, welches absolut gegen seine Natur ist und er eigentlich nicht mehr Hund sein kann.
Die Hunderassen werden in verschiedene Arten eingeteilt. Für unsere Arbeit sind die sogenannten Gebrauchshunde am besten geeignet. In ihnen schlummert der Instinkt, sein Rudel mit vollem Einsatz zu beschützen und er möchte diese Triebe auch ausleben. Mit dem Schutzdienst haben wir die Möglichkeit, den Hunden das zu bieten. Die Hunde können ihre Triebe ausleben und der HF lernt eben diesen in seinen Trieben zu regeln und in die richtigen Bahnen zu lenken, denn



Der Hund, mit seinem Wesen, welches verstanden werden muss, bereitet uns den Weg. Er zeigt uns, wie wir als Hundeführer
agieren bzw. reagieren müssen. Der Hundeführer ist dazu da, Wesensmerkmale je nach dem, zu hemmen und zu fördern.

Ausbildung der Hunde und des Hundeführers


Am Anfang steht der Hundeführer!

Um einen Hund sachgemäss und artgerecht halten und ausbilden zu können, braucht ein Hundeführer ein gewisses Maß an Grundwissen. Denn jede Aktion des Menschen bringt eine Reaktion beim Hund hervor. Damit der Hund nur gewünschte Reaktionen zeigt, muss der Hundeführer auch theoretisch geschult werden.
Desweiteren schulen wur die Hundeführer in rechtlichen Dingen in Bezug auf die Arbeit im Sicherheitsdienst und den Einsatz mit einem Diensthund.

Ausbildung des Hundes in der Unterordnung


Um mit einem Diensthund Wache halten zu können, ist die Unterordnung des Hundes die wichtigste Grundlage. Um dies zu erreichen braucht es 2 Kriterien.

1) Die Unterordnung muss ständig trainiert und gefestigt werden.
2) Der Hund muss frei von Ängsten und Belastungen aus seiner Umwelt sein.

Bei der Unterordnung gilt es sich bewusst zu sein, dass die Ausbildung und die Prägung eines Hundes bereits im Welpenalter anfängt und eigentlich nie endet!


Damit ein Hund sich frei in seiner Umwelt bewegen kann, muss er lernen, mit Umweltreizen zurechtzukommen und die daraus entstehenden Konflikte zu bewältigen. Umweltreize dürfen nicht zur Belastung des Hundes werden.


Im Einzeltraining können wir individuell auf den Hund und seinen Hundeführer eingehen und somit auch schwierigere Belange oder bereits festgefahrene Verhaltensmuster beheben.

Praxisorientierte Ausbildung des Hundes


Der Wachhund

Die Ausbildung zum Wachhund ist unser Spezialgebiet.
Die Schutzhunde, die meist eine Prüfung aus dem Hundesportbereich besitzen, werden durch meine Ausbildung auf ihren Dienst in Sicherheitsunternehmen vorbereitet.
Nur mit einer gezielten Ausbildung kann ein geeigneter Schutzhund seine Aufgaben richtig erfüllen.
Es gibt z.B viele Sporthunde, die im zivilen Bereich Unsicherheiten zeigen.
Das kommt meist daher, dass kein Schutzarm sichtbar ist, den der Hund als Bestätigungsobjekt kennt.
Außerdem ist im zivilen Bereich der Täter von seiner innerlichen Stimmung nicht gleichzusetzen, mit dem Schutzdiensthelfer auf dem Hundeplatz. Dies kann den ungeübten Hund schnell irritieren da der Hund sehr sensibel auf Stimmungen reagiert. Zudem kommen bei einem zivilen Einsatz evt. massive Ablenkungen von außen hinzu, die den Hund zusätzlich belasten können.
Deshalb muss jeder Hund auf alle möglichen Situationen vorbereitet sein.

Mit viel Übung lernt der Hund bei uns, sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren und Konflikte so zu bewältigen, dass weder der Hundeführer noch andere unbeteiligte Personen gefährdet sind.

Da der Hund sich überwiegend in der Öffentlichkeit bewegen und arbeiten muss, ist ein festes und hervorragendes Wesen aber auch Mut und Zielstrebichkeit unerlässlich.
Der Schutzhund muss gleichgültig auf Schusswaffen oder Lärm reagieren und darf sich nicht von anderen Einwirkungen beim Einsatz beeindrucken lassen.
Er muss Extremsituationen standhalten, wie sie kein normaler Sporthund zu bewältigen hat.

Die Basis, um einen Hund gut ausbilden zu können, ist eine solide Unterordnung.
Der Hund muss in jeder Konfliktsituationen regelbar bleiben, sprich er muss jederzeit ablassen können und abrufbar sein.
Der Wachhund ist jederzeit in der Lage, Angriffe auf seinen Hundeführer abzuwehren. Dabei ist es egal, ob der Angriff von vorn oder von hinten kommt.
Der Hund lernt während seiner Ausbildung auch das Anzeigen von Personen, die sich versteckt halten.
Er lernt somit, seinen Hundeführer vor Gefahren zu schützen. Dies ist ein wichtiges Kriterium für die Objektbewachung und für den nächtlichen Streifendienst.

Hund und Hundeführer müssen ein Team sein und deshalb legen wir viel Wert darauf, dass beide gleichermaßen ausgebildet werden. Ein Team, dass nicht gleich stark ist oder nicht zusammenpasst, wird nicht wirklich gut miteinander arbeiten können.


Eigensicherung mit Hund


Eigensicherung

Abtasten einer Person

Eigensicherung im Bewachungsgewerbe

Durch das Nichtbeachten der Eigensicherung kann sich der Hundeführer mit seinem Diensthund schnell selbst in Gefahr bringen.
In den Lehrgängen wird besprochen und geübt, wie Gefahrensituationen gemeistert werden können und wie im Rahmen der Jedermann-Festnahme aus eigensicherungstaktischen Gründen Personen richtig abgetastet werden und auch kontrolliert werden.


Ausbildung des Teams für eine SchH Prüfung


Damit ein Hund im Sicherheitsdienst arbeiten darf, muss er eine SchH-Prüfung haben. Vorbereitungen und die Prüfung wird zwar in vielen Hundevereinen angeboten, jedoch sollte man sich bewusst sein, dass die Vorbereitung in den meisten Fällen direkt auf die Prüfung zugeschnitten sind und oft eher eine schematische Ausbildung statt findet. Leider hat die klassische SchH Prüfung mit den Aufgaben, die ein Hund im Dienst leisten muss nur wenig zu tun.
Es bringt dem Hund nichts, wenn durch die Schutzdienstarbeit Triebe geöffnet werden, mit denen weder der Hund noch der Hundeführer umgehen können. In unserer Ausbildung sollen die Hunde lernen mit ihrer Trieben umgehen zu können, sich in ihren Trieben regeln zu können und der Hundeführer muss lernen, seinen Hund auch in höheren Trieblagen in der Hand zu haben.
Die Kunst eines guten HF ist es, seinen Hund genau zu kennen, seine Gefühlsregungen richtig einschätzen zu können, ihn im richtigen Moment gut in der Hand zu haben und ihn wie der Name schon sagt führen zu können.
Eine weitere Kunst ist es, in der Ausbildung Wesenszüge des Hundes herauszuheben und weiter zu entwickeln und im Gegenzug unerwünschtes Verhalten zu hemmen und zurück zu bilden.

Die Hunde werden bei uns ohne massive Einwirkung, sondern über den natürlichen Beutetrieb ausgebildet. Das heißt, dass die Hunde nicht aggresiv gemacht werden sondern die Aggresion auf die Beute bezogen wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir das Wehrverhalten des Hundes bei der Ausbildung außer acht lassen.